Darmsprechstunde

Ihr Hausarzt vereinbart einen Termin in unserer Darmsprechstunde (viszeralchirugische Sprechstunde). Diese findet jeweils am

Montag zwischen 08:00 und 11.30 Uhr im MVZ am Klinikum Passau statt.

Dort werden Sie von einem erfahrenen Viszeralchirurgen anhand der vorliegenden Befunde individuell beraten und erhalten den Termin für Ihre Aufnahme. Bei Notfällen kann Ihr Hausarzt unmittelbar mit uns Kontakt aufnehmen.

Koloskopie

Die komplette Koloskopie besitzt die höchste Sensitivität und Spezifität für das Auffinden von Adenomen und eines kolorektalen Karzinoms und wird daher als Standardverfahren ab dem 55. Lebensjahr bei normalem Risiko empfohlen. Bei unauffälligem Befund sollte die Koloskopie nach 10 Jahren wiederholt werden. Als Alternative mit geringerer Sensitivität wird ein jährlicher Test auf okkultes Blut im Stuhl angeboten. Bei gehäuften Darmkrebsfällen innerhalb der Familie muss unter Umständen die Vorsorge früher erfolgen.

Koloskopie und Polypenabtragung

Koloskopien und Polypektomien ohne besonderes Risiko können durch den niedergelassenen Endoskopiker nach eigenem Ermessen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden.

Patienten mit komplexen oder multiplen Polypen können im Darmkrebszentrum Passau unter stationären oder ambulanten Bedingungen behandelt werden.

Bei elektiven Eingriffen wird in der Regel ein Termin für ein Aufklärungsgespräch vereinbart, wobei der aufklärende Arzt die Vorbefunde sichtet und über ambulantes oder stationäres Vorgehen entscheidet. Patienten mit hohem Risiko oder Komorbidität werden stationär behandelt.

Je nach Art der Polypen werden am Darmkrebszentrum Passau folgende Verfahren angeboten:

  • Zangenbiopsie: Polypen ≤ 5mm sollten generell mit der Zange entfernt werden.
  • Schlingenpolypektomie und Mukosektomie: Polypen > 5 mm werden nach Unterspritzung mit Adrenalin mit einer Schlinge entfernt. Verschiedene Schlingen für die Abtragung großer und kleiner Polypen, sowie die Abtragung flächiger Polypen in Piecemeal-Technik stehen zur Verfügung. Bei flächigen Polypen erfolgt regelhaft vor der Polypektomie eine Chromoendoskopie mit Indigokarmin, um eine sichere Abgrenzung zu ermöglichen.
  • Endoskopische Submukosadissektion: Dieses neue Verfahren eignet sich zur Polypektomie in Rektum und Magen in ausgewählten Fällen eines Frühstadiums, um eine komplette Polypenentfernung mit Sicherheitsabstand zu gewährleisten. Bei der Polypektomie müssen die Polypen einzeln unter Angabe der Lokalisation geborgen werden. Die histologische Befundung der Polypen erfolgt entsprechend den WHO-Kriterien und mit einer Aussage zur Vollständigkeit der Abtragung.


Stationäre Aufnahme zur operativen Therapie

Bei Ihnen wurde die Diagnose Darmkrebs gestellt und Sie haben einen Termin zur operativen Therapie erhalten.

Bitte bringen Sie alle von Ihrem Arzt erhobenen Befunde mit. Am Aufnahmetag melden Sie sich bitte zwischen 9 und 10 Uhr in der stationären Patientenaufnahme. Dort werden Sie einer viszeralchirurgischen Station (Stationen 14, 34 oder 75K) zugewiesen. Anschließend begeben Sie sich auf Station.Ihre Unterbringung erfolgt in modern ausgestatteten Zwei- oder Dreibettzimmern. Alle Zimmer verfügen über Dusche, Telefonanschluss, WLAN und Fernsehgerät. Auf Wunsch stehen auch Einbettzimmer zur Verfügung.

Am Aufnahmetag erwarten Sie verschiedene Untersuchungen und Gespräche:

  • Aufnahme durch das Pflegepersonal: In einem Gespräch mit der/m aufnehmenden Schwester/Pfleger werden die Bedürfnisse und Besonderheiten Ihrer Pflege ermittelt.
  • Aufnahme durch den Arzt: Der aufnehmende Arzt wird nach Durchsicht aller Unterlagen mit Ihnen sprechen und Sie untersuchen. Er wird Ihnen den anstehenden operativen Eingriff ausführlich erklären. Falls noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden müssen, wird er dies in die Wege leiten.
  • Aufnahme durch den Narkosearzt: Im Rahmen der Vorbereitung auf den operativen Eingriff werden Sie von unserem Anästhesisten über die Narkoseverfahren ausführlich aufgeklärt werden. Hier erhalten Sie insbesondere auch Informationen über die moderne Form einer Schmerzbehandlung, die Periduralanästhesie.
  • Vorbereitende Untersuchungen: Falls noch weitere Untersuchungen (Röntgen, Computertomographie, EKG, Laboruntersuchungen) notwendig sind, werden diese von Ihrem behandelnden Arzt in die Wege geleitet.
  • Information über das Darmkrebszentrum Passau: Bei Aufnahme erhalten Sie Informationsmaterial über das Darmkrebszentrum Passau und speziell auf das Darmkrebszentrum zugeschnittene Fragebögen und Einverständniserklärungen.


Postoperativer Verlauf:

Ihr behandelnder Arzt wird Sie darüber informieren, ob in Ihrem Falle eine routinemäßige Überwachung auf unserer Intensivstation notwendig wird.Bei der täglichen Visite erkundigen sich die behandelnden Ärzte nach Ihrem Befinden, kontrollieren die Wundverhältnisse und werden Ihren Heilverlauf postoperativ individuell betreuen.

Selbstverständlich werden Sie umgehend und ausführlich über jeden neuen Befund informiert.

Operative Therapie

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung können wir Ihnen eine Behandlung kolorektaler Karzinome auf höchstem medizinischen Niveau anbieten. Die individuelle operative Therapie hängt wie bei allen Tumorerkrankungen von der Lokalisation und dem Stadium des Tumors ab. Ziel ist eine vollständige operative Entfernung des krebstragenden Darmabschnittes und des zugehörigen Lymphabflussgebietes. Die onkologisch korrekte Entfernung des Tumors steht im Vordergrund. Der Eingriff wird meist am offenen Bauch vorgenommen. Die laparoskopische Chirurgie ist etabliert.

Selbst in fortgeschrittenem Stadium ist die Entfernung des Primärtumors indiziert, um drohende Komplikationen wie z.B. einen Darmverschluss zu vermeiden. Metastasen werden nach Möglichkeit reseziert mit dann deutlich besserer Heilungsaussicht. Im Bereich des Dickdarmes werden die Eingriffe standardisiert vorgenommen. Bei Tumoren des aufsteigenden Kolons wird eine rechtsseitige Hemikolektomie durchgeführt, im Bereich des querverlaufenden Kolons eine Transversumresektion, im Verlauf des absteigenden Kolons eine linksseitige Hemikolektomie. Falls es die Lage des Tumors erfordert, werden diese Eingriffe bedarfsorientiert erweitert. Die Anlage eines künstlichen Darmausganges ist bei geplanten Operationen im Bereich des Dickdarms mit Ausnahme des Enddarms in der Regel nicht notwendig.

Auch beim Rektumkarzinom wird das gesamte Lymphabflussgebiet im Sinne einer totalen mesorektalen oder einer partiellen mesorektalen Exzision entfernt. Hier wird bei näher am After sitzenden Tumoren zum Schutz der Darmnahtstelle vorübergehend ein künstlicher Ausgang angelegt.
In manchen Fällen wird beim Rektumkarzinom eine neoadjuvante Therapie vorgeschaltet, um die Heilungschancen zu verbessern. Dies beinhaltet in der Regel eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie. Die Indikation hierfür wird individuell in unserer Tumorkonferenz besprochen. Mit dieser Vorbehandlung kann zum einen eine Verkleinerung des Tumors erreicht werden, zum anderen kann das Risiko eines Wiederauftretens deutlich verringert werden. Falls der Tumor sehr nahe am After sitzt und eine Operation mit Erhalt des Schließmuskels nicht mehr möglich ist, muss unter Umständen ein dauerhafter künstlicher Ausgang angelegt werden.

Im Falle von Tochtergeschwülsten (Metastasen) können wir Ihnen ein breites Repertoire an operativen Möglichkeiten (Leberchirurgie, Lungenchirurgie) anbieten, um Ihre Heilungschancen zu verbessern.

Tumorkonferenz

In einer wöchentlichen Tumorkonferenz besprechen Spezialisten der verschiedenen Disziplinen jeden Patienten anhand der Krankengeschichte, der vorliegenden Befunde und der Bildgebung. Die Onkologen und Strahlentherapeuten stellen die bei manchen Tumorstadien notwendige Zusatztherapie vor oder nach einer Operation sicher.

Alle beteiligten Behandlungspartner erarbeiten für den einzelnen Patienten das optimale Therapiekonzept in Form einer interdisziplinären Empfehlung (Tumorkonferenzprotokoll). So wird die bestmögliche medizinische Versorgung sichergestellt.

Chemotherapie

Bei bestimmten Stadien der Erkrankung ist eine Chemotherapie indiziert. Die Indikation hierfür wird in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz festgelegt. Sie als betroffener Patient werden vom zuständigen Onkologen eingehend über die Art der Chemotherapie, deren Durchführung und deren Nebenwirkungen beraten. Prinzipiell werden Chemotherapeutika für 3 unterschiedliche Therapieansätze verwendet.

  • Eine neoadjuvante Behandlung, oftmals in Verbindung mit einer Bestrahlung, hat das Ziel, einen Tumor vor einer Operation zu verkleinern oder das Risiko für ein Wiederaufflackern der Erkrankung von vorneherein zu minimieren. Manchmal kann bei großen Tumoren, die anfangs nicht operabel waren, durch eine Vorbehandlung eine Operabilität erreicht werden.
  • Die adjuvante Chemotherapie hat bei bestimmten Stadien der Tumorerkrankungen das Ziel, evtl. im Körper verbliebene Tumorzellen abzutöten, um so das Risiko eines Rezidivs zu vermindern.
  • Eine palliative Chemotherapie wird dann empfohlen, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist (z. B. Inoperabilität, oder Vorliegen von Tochtergeschwülsten). Das Ziel ist dann, die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten und eine Verlängerung des Lebens zu erreichen.

 

Studien

Am Darmkrebszentrum Passau werden auch Studien durchgeführt, um so die Behandlungsergebnisse des kolorektalen Karzinoms zu verbessern. Einen Überblick über die laufenden Studien erhalten Sie hier.

Klinik für Strahlentherapie am Klinikum Passau

Bei bestimmten Stadien des Enddarmkrebses, d. h. wenn der Tumor eine gewisse Größe überschritten hat oder sich bei den Untersuchungen der Verdacht auf einen Befall von Lymphknoten ergibt, wird in der Regel eine neoadjuvante Strahlen- und Chemotherapie vor einer Operation empfohlen. Die Indikation hierfür wird in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz gestellt, bei der jeder Patient mit einem Mastdarmkrebs vorab besprochen wird. Vor jeder Bestrahlung wird per Computertomogramm das genaue Bestrahlungsfeld ermittelt. Für eine möglichst schonende, aber dennoch effektive Bestrahlung stehen an unserem Klinikum modernste Geräte zur Verfügung.

RADIO-LOG MVZ Strahlentherapie am Klinikum Passau

Bei bestimmten Stadien des Enddarmkrebses, d. h. wenn der Tumor eine gewisse Größe überschritten hat oder sich bei den Untersuchungen der Verdacht auf einen Befall von Lymphknoten ergibt, wird in der Regel eine neoadjuvante Strahlen- und Chemotherapie vor einer Operation empfohlen. Die Indikation hierfür wird in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz gestellt, bei der jeder Patient mit einem Mastdarmkrebs vorab besprochen wird. Vor jeder Bestrahlung wird per Computertomogramm das genaue Bestrahlungsfeld ermittelt. Für eine möglichst schonende, aber dennoch effektive Bestrahlung stehen an unserem Klinikum modernste Geräte zur Verfügung.

Palliativstation

In weit fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung besteht die Möglichkeit, auf unserer Palliativstation behandelt zu werden. Dort wird durch eine schmerz- oder beschwerdelindernde Therapie die Lebensqualität verbessert. Die persönlichen Bedürfnisse und Probleme der Patienten finden auf der Palliativstation besondere Berücksichtigung.

Psychoonkologische Betreuung

Uns ist bewusst, dass Sie als betroffener Patient oft unerwartet mit Ihrer schwerwiegenden Krankheit konfrontiert werden. Dies belastet Sie nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Die Auseinandersetzung mit der Krankheit und deren Verarbeitung kostet Sie viel Kraft. Fragen, Sorgen, Ängste und Unsicherheiten erscheinen, die Sie oft nur schwer selbst lösen können. Auch hier können wir Ihnen fachkompetente Hilfe anbieten und die Betreuung durch einen im Haus tätigen Psychoonkologen veranlassen. Nach Auswertung eines psychoonkologischen Fragebogens können wir Ihnen den Kontakt mit unseren Psychoonkologen, Frau Dipl.-Psych. Sambros-Steininger, Herr Dipl.-Psych. Christian Bäker und Frau Psych. Andreea Ivascu vermitteln.
 

Nachsorge

Während Ihres Aufenthaltes werden Sie von den Ärzten regelmäßig über den Stand Ihrer Erkrankung und deren Behandlung informiert. Sollte die Empfehlung für eine zusätzliche adjuvante Therapie (Chemo- oder Strahlentherapie) ausgesprochen werden, erfahren Sie und Ihr behandelnder Hausarzt rechtzeitig vor Entlassung die genauen Termine für die weiterführende Behandlung.
Nach jeder Form von Darmkrebs wird eine strukturierte Nachsorge empfohlen. In einem Tumorkalender werden all Ihre Krankheitsdaten vermerkt und die notwendigen Nachsorgeuntersuchungen festgehalten. Um unsere Patientinnen und Patienten nach den aktuellen Leitlinien bestmöglich zu behandeln und eine Verbesserung der Überlebensrate zu erzielen, führen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Tumorzentrum Regensburg eine EDV - gestützte Tumordokumentation durch. Im Rahmen ihrer Nachsorge erhalten Sie und Ihr behandelnder Arzt jeweils eine individuelle Erinnerung an die fälligen Nachsorgeuntersuchungen.

Sollten Sie Fragen/Anregungen oder Kritik für uns haben, benutzen Sie bitte den folgenden Link: 


Enterostomatherapie

Während Ihres Klinikaufenthaltes stehen Ihnen unsere Pflegeexperten Stoma/ Wunde/ Inkontinenz zur Seite und führen Sie Schritt für Schritt zur selbständigen Versorgung Ihres Stomas.

Stomatherapeuten
Tel.: 0851 5300-81504
Montag bis Freitag von 7:00 Uhr bis 14:30 Uhr
Ausfalllzeiten können an der Pforte des Klinikums Passau erfragt werden
(Tel: 0851 5300 0)


Edium-Studie

Die Edium-Studie ist eine bundesweite Patientenbefragung, die die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs misst und vergleicht.

Weitere Informationen finden Sie hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.edium-studie.de

Sprechen Sie uns an, machen Sie mit und tragen Sie so mit uns gemeinsam zur Verbesserung der Behandlung von Darmkrebs bei!

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